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American Bulldog

Geschichte & Charakter des American Bulldogs
Viele kennen den Disney Film "Zurück nach Hause" und den Nachfolger "Ein tierisches Trio". Dadurch wurde der "American Bulldog" als "neue" Hunderasse hier in Deutschland bekannt.




Aber wo hat der American Bulldog seinen Ursprung? Wenn man manchen Büchern glauben schenken darf ist der American Bulldog der fast unveränderte Nachfahre der heutigen "englischen Bulldogge". In anderen wiederum werden dem American Bulldog viele verschiedene Vorfahren nachgesagt. Überliefert wird, daß im frühen 17. Jahrhundert der Bulldog mit den Siedlern aus England nach Amerika umgesiedelt. Diese Hunde wurden zum Schutz von Haus und Hof, sowie für die Jagd eingesetzt. Die meisten Engländer siedelten in den Südstaaten an, welches auch das Land der "Hillybillis genannt wurde. Dort war im 19. Jahrhundert der "Old Southern White" Hund bekannt. Dieser musste sich sein täglich Brot hart erarbeiten. Da Amerika größere Flächen aufweist als beispielsweise Deutschland, ist es verständlich und logisch, daß andere kräftige Rassen eingekreuzt wurden. Es wurde dabei auf die Arbeitsfähigkeit der Hunde geschaut. Natürlich änderte sich auch in Amerika die Lebensweise der Menschen. Alles wurde moderner und einfacher durch Maschinen. Einige Fans wollten die Rasse vor dem vorprogramierten Untergang retten und züchteten ihre Hunde planmäßig weiter. Einer der ersten bekannten "American Bulldog Züchter" in USA ist John D. Johnson. Ihm ist der Erhalt dieser wunderbaren Rasse hauptsächlich zu verdanken. Er züchtete Farm- und Viehhunde. Allan Scott züchtete auch Bulldogs, diese sind allerdings leichter gewesen als die Hunde von J.D. Johnson, da sie außer zum Viehtreiben auch noch zur Jagd eingesetzt wurden. Viele andere Züchter taten es ihnen nach, sie züchteten, bildeten Clubs und veranstalteten Ausstellungen. Der Name "American Bulldog" entstand in den 60-iger Jahren. Der Vorschlag stammte von Joe Painter, einem Züchter der die dritte Hauptblutlinie begründete. Die Blutlinien unterscheiden sich heutzutage zum größten Teil auch optisch. Früher gründeten sie allerdings auf dem Wesen/Charakter der Hunde. Einige Züchter begannen in ihrem Zuchtprogramm nach und nach auch auf Gesundheit und nicht nur auf Arbeitsfähigkeit zu achten.

Es gibt verschiedene Registraturen für American Bulldogs, z. B. die American Bulldog Association (ABA), der National-Kennel-Club (NKC), die Animal-Research-Foundation (ARF) und viele mehr. Der ABA bring ein Magazin heraus, richtet Shows aus und unterstützt die Züchter beim Welpenverkauf. Der NKC und die ARF sind reine Registraturgesellschaften.

Es gibt in USA wie auch hier die Teilung in Johnson-Type und Scott/Painter-Type, was für viele oft nur schwer zu erkennen ist. Auf Shows wird in diesen beiden Klassen getrennt gerichtet.

Seine Herkunft und Zucht ist der Grund, warum ein American Bulldog nicht für jeden geeignet ist. Er ist sehr führerweich und sensibel. Das heißt allerdings nicht, daß er seine Familie, die er liebt (vor allem die Kinder) und der er loyal gegenüber ist nicht beschützt. Kadavergehorsam ist keine seiner Tugenden, wer also einen Hund haben will, der sich auf Komando Platz in den Matsch schmeisst, sollte sich wohl doch eher einen Dobermann oder Schäferhund anschaffen. Obwohl man bei manchen auch dies durch Bestechung (Leckerli) erreichen kann. Sturheit ist eins seiner Merkmale, ebenso sollte ein American Bulldog die Vorzüge aufweisen, daß er schwer aus der Ruhe zu bringen und meist ruhig und unauffällig in der Wohnung ist. Was man sicherstellen sollten sind essbare Sachen und Mülleimer. Es ist für ihn ein vergnügen Staubsauger zu spielen. Auch auf dem Tisch! Den Mülleimer zu knacken ist für ihn ein reines Vergnügen. Allerdings geschieht all das natürlich meist heimlich und mit ein bis zwei Jahren ist die Phase bei einigen ein Glück vorbei. Kinder liebt der American Bulldog über alles und die Geduld mit ihnen ist sehr groß. Leider liebt er seine "Erwachsenen" ebenso und begrüßt diese stets mit begeisterten hochspringen und abschlabbern, was man ihm nur sehr schlecht abgewöhnen kann. Er tritt Fremden gegenüber manchmal etwas reserviert auf, vor allem auf seinem eigenen Grund und Boden. Ohne Kommentar geht's nicht. Herzlich willkommen ist man erst bei ihm wenn es von "Oben genehmigt" ist. Der American Bulldog ist ein territorialer Hund, so lieb und nett er auch draußen ist, so geht er doch hart gegen Fremde auf seinem Grundstück vor. Er droht laut, ohne zu verletzen. Sein Dominanz gegenüber anderen Hunden ist groß, allerdings ist er kein Raufer.

Er hat sich seinen Charme und seine ursprüngliche Freude an der Arbeit bis in die heutige Zeit bewahrt. Er ist sehr sportlich, wachsam und kinderlieb. Ein Merkmal des American Bulldog ist seine große Liebe zum Futter. Dies machen sich Hundsportler gern zu nutze, denn für ein "Leckerchen" zeigt dieser Hund für einen Bulldog viel Gehorsam. Viele werden sich nun fragen, ob der American Bulldog für den Schutzdienst geeignet ist. Gut gemacht, über Spiel- und Beutetrieb, vor allem mit einer konsequenten Unterordnung ist mit einem dafür reifen Hund der Schutzdienst sicherlich keine schlechte Aufgabe. Einem "Packer" muß man das Ärmelbeißen nicht beibringen - da dieser Ärmel schließlich mit einem Mensch "gefüllt" ist. Es gibt wie schon erwähnt geeignetere Rassen für solchen Hundesport. Gute Hundeplätze gibt es nicht viele, die wenigsten davon leisten gute Schutzdienstausbildungen. Plätze die sich mit den molosserartigen auskennen sind noch dünner gesät. Der American Bulldog hat einen anderen Charakter als normale Gebrauchshundrassen und falsch ausgebildet ist er schneller und dauerhafter versaut als man denkt. Wer aus dem Charakter des American Bulldogs Feigheit entnimmt, versteht diese Rasse nicht. Wir treiben mit unseren Hunden Agility-Sport, fahren Rad, gehen schwimmen, leisten Fährtenarbeit und vieles mehr. Auch zum Rettungshund eignet sich der American Bulldog gut.

Der American Bulldog entwickelt sich erst spät. Mit ca. 2 Jahren ist er ausgewachsen, "erwachsen" ist er allerdings erst mit 2,5 - 3 Jahren. Er wächst erst in die Höhe, ungefähr bis zum 8. - 9. Monat, danach geht er erst mal in die Breite. Der typische Bulldog-Kopf entwickelt sich ca. ab dem 15. Monat. Die Lebenserwartung liegt bei ca. 12 - 15 Jahren.

Alle Zuchthunde sollten von HD/ED-ausgewerteten Elterntieren stammen. Jeder Bulldog-Besitzer sollte sich im Vorfeld über die jeweiligen Blutlinien bei geeigneten Züchtern informieren. Nicht jeder Hund passt zu jeden Besitzer und nicht jeder Züchter ist gleichfalls an dem Erhalt der Rasse interessiert.

Der American Bulldog - kein Hund für "Jedermann"?!

Der American Bulldog ist nicht unbedingt - wie oft dargestellt - ein einfacher Hund! Selbst bei guter Sozialisation und Erziehung kann er - muß aber nicht - gegenüber anderen Artgenossen unverträglich werden, ab einem bestimmten Alter. Bei vielen American Bulldogs fängt dies mit der Pupertät an, wo sie - nicht nur beim Besitzer - Grenzen austesten und durch ihre imposante Erscheinung und Masse auch häufig die Oberhand über andere Hunde haben. Sie müssen sich im Klaren sein, dass aus dem süßen Welpen schnell ein massiger Hund mit viel Kraft und Power wird, der - sollte er einen anderen Hund nicht leiden mögen - schnell mal aus der Fassung und Rolle gerät. Dieses Paket muß man dann kontrollieren und halten können, sonst ist ein Unfall vorprogrammiert. Nicht die Rasse eines Hundes ist Schuld am Fehlverhalten eines Tieres...!

Die Charaktere der American Bulldogs fallen sehr unterschiedlich aus, von überschäumendem, freundlichem Temprament, aufdringlichem Schmusebedürfnis und unheimlichem Spieltrieb über untollerantem Verhalten gegenüber Artgenossen, hohem Jagdtrieb, bis zu Zurückhaltung und Meideverhalten gegenüber Menschen. Dies ist, meiner Meinung nach, aber nicht rassespezifisch oder ungewöhnlich anders, als bei anderen Hunderassen auch.

Auch ist dies Verhalten wieder sehr individuell abhängig von vielen Faktoren, wie vom speziellen Charakter des Welpen/Hundes, den Elterntieren, der Prägungsphase beim Züchter in den ersten Wochen, beim Welpenkäufer, der die weitere Prägung - meistens ab der 8. Woche - übernimmt, den allgemeinen und besonderen Umwelteinflüssen und vielem mehr.

Den perfekten Hund gibt es wohl nicht, ebensowenig, wie den perfekten Züchter, den perfekten Welpenkäufer oder einfach nur den perfekten Menschen, aber es reicht, wenn Sie Ihren Hund lieben und nie aufgeben.

Bemühen Sie sich um eine gute Hundeschule, bei der Sie selber ein gutes Gefühl haben. Sagt Ihnen Ihr Bauchgefühl, dass etwas merkwürdig ist und Sie sich Ihr Unwohlsein dort nicht erklären können, schauen Sie sich noch andere Hundeschulen an. Fragen Sie Freunde und Bekannte oder den Züchter, ob Sie eine Hundeschule empfehlen können. Am besten machen Sie sich schon vor Anschaffung des Hundes Gedanken darüber!

Oft wird man gemieden, wenn man sich einen American Bulldog anschafft. Freunde/Bekannte haben oftmals (erstmal) Angst zu Besuch zu kommen. Leute wechseln die Straßenseite aus Angst und Unkenntnis, Freunde der Kinder dürfen nicht mehr zum Spielen mit den eigenen Kindern kommen, sie werden überrascht sein, wie feindselig so manch einer daherkommt. Auch dies sollte man wegstecken können, und wenn man einen gut erzogenen Hund hat, kann man evtl. sogar Aufklärungsarbeit leisten und dem einen oder anderen Menschen die Angst nehmen.

Die Tendenz zum Hundesport ist bei jeder Rasse gegeben, doch ist nicht jeder der American Bulldogs automatisch dafür geeignet und auch nicht jeder Hundeplatz, der diese Sportart anbietet ist geeignet für die Ausbildung eines American Bulldogs. Es sollte individuell entschieden werden, ob Ihr Hund dafür geeignet ist. Es gibt mittlerweile einige American Bulldogs die erfolgreich im Hundesport geführt werden, aber es sind trotz allem nicht automatisch alle dafür geeignet - so wie es auch bei anderen Rassen ist. Es gibt vor allem wesentlich mehr Hundeplätze, die sich mit anderen Rassen gut auskennen. Gute Hundeplätze für eine Ausbildung im Hundesport für American Bulldogs sind derzeit noch dünn gesät.

Es gibt mittlerweile viele Arten den American Bulldog sportlich auszulasten, sei es nun durch Fährtensuche, Agility, am Fahrrad laufen, Sacco-Cart ziehen, uvm.

Auch ein Familienhund sollte ausgelastet werden und dies nicht nur körperlich, sondern auch geistig, sonst kann es schnell zu einem Fiasko in Form einer zerstörten Wohnungseinrichtung kommen, Dauerbellen, zerrupfte Kissen, zerstörte Körbchen oder angefressene Teppiche sind da noch das Harmloseste.

Vorraussetzung für Aktivitäten jeder Art sollte zumindest ein Check der Hüften und Ellbogen, so ab dem 16. Lebensmonat sein. Dann weiss man, was und wie man mit seinem Hund arbeiten kann.

Die Rasse American Bulldog tendiert leider seit einiger Zeit zum Modehund und wird oft ohne Plan und Ziel auf Teufel komm raus vermehrt, ohne auf irgendwelche relevanten Dinge zu achten.

Achten Sie beim Kauf eines Welpen auf die Gesundheit der Elterntiere, lassen Sie sich die Auswertungen schwarz auf weiss zeigen. Auf HD (Hüftdysplasie), ED (Ellbogendysplasie) und NCL sollte bei den Elterntieren geachtet werden, auch der Ichthyosis-Status sollte belegt sein. Informieren Sie sich über die Krankheiten umfassend im Internet, bei Ihrem Tierarzt, dem Züchter. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und lassen Sie sich nicht beschwatzen, gesunder Menschenverstand ist gefragt. Geld, was Sie beim Kauf eines billigen Welpen sparen (weil die Eltern diese Tests evtl. nicht haben), stecken Sie nachher - wenn Sie Pech haben - umso mehr in Tierarztkosten. Jeder Hund kann mal krank werden und auch beim besten Züchter kann dies vorkommen. Ein guter Züchter sollte dann frühzeitig informiert werden und sollte in einer Form Hilfe anbieten, die allen Seiten gerecht wird.

Es gibt - wie bei jeder Rasse - positive genauso wie negative Dinge beim American Bulldog. Man sollte sich daher vor der Anschaffung darüber im Klaren sein, ob man mit den geschilderten Situationen leben und umgehen kann, wenn diese dann evtl. eintreten sollten. Sonst ist nachher der Hund der Leidtragende der seine Familie und seinen Halt verliert.

Ein Hund ist eine Verpflichtung für lange Zeit, keine Sache, die man abschieben sollte, wenn es unbequem wird!


Offizieller American Bulldog Standard
Erstellt von der American Bulldog National Alliance (ABNA)
Aus dem Englischen übersetzt von Gesa Fenge

Der American Bulldog ist ein athletischer Hund mit ausgewogenem Temperament. Er ist mittelgroß bis groß, und soll Stärke, Beweglichkeit und Selbstsicherheit ausstrahlen. Der Ausdruck sollte Intelligenz und Wachsamkeit reflektieren. Der starke, leistungsfähige, dennoch kompakte Rahmen ist charakteristischerweise beiden Rüden noch kräftiger und starkknochiger bei den Rüden und etwas feiner bei den Hündinnen. Etwas Zurückhaltung gegenüber Fremden und Dominanz gegenüber anderen Hunden wird akzeptiert.

** Notiz: Die Richter der American Bulldog National Alliance sind spezifisch geschult in der Auswertung der Wesensfestigkeit sowie der physischen Strukturen aller Hunde. Alle Hunde mit scheuem bzw. ängstlichem Verhalten sowie Hunde die nicht kontrollierbar sind und damit eine Gefahr für die anderen Hunden oder Personen darstellen, werden vom Ring mit der entsprechenden Richterdiskretion entlassen.

Die offizielle Anerkennung der zwei unterschiedlichen Typen des American Bulldog´s, Standard und Bully, durch die ABNA erfordert, dass diese separat beurteilt werden.

Größe:

Rüden sollten, gemessen am Widerrist, zwischen 22-26 inch (55,88-66,04 cm) sein.

Hündinnen sollten, gemessen am Widerrist, zwischen 21-25 inch (53,34-63,50 cm) sein.

Standard:

Ein etwas schlankerer, mehr athletischer Hund im Aussehen.

Bully:

Ein etwas kräftigerer, mehr kraftvoller Hund im Aussehen.

Das Gewicht sollte in Proportion zur Höhe bei beiden Typen stehen. Die Hunde sollten in guter Kondition, nicht übergewichtig oder untergewichtig sein. Eine Differenz von 1 Inch (2,54cm) über oder unter dem Standard wird als kleiner Fehler für beide Typen berechnet. Mehr als 1 inch Differenz ist ein schwerer Fehler für beide Typen.


Farbe:

Einfarbig weiß, weiß mit variablen Abzeichen in Gestromt, Braun, Rot und Tan sind akzeptabel. Komplett Gestromt, Braun, Rot oder Tan ohne sichtbares Weiß ist ein kosmetischer Fehler. Komplett Schwarz, Blau, Black & Tan, Dreifarbigkeit und jede Form von Merle führt zur Disqualifikation. Eine komplett schwarze Maske ist ein schwerer Fehler.

Fell:

Kurz, weniger als 1 Inch (2,54cm) lang, variierend von weich bis hart. Langes, federiges oder lockiges Fell führen zur Disqualifikation.

Kopf:

Der Kopf sollte relativ groß und breit im Verhältnis zur Größe des Hundes sein. Die Oberseite des Schädels sollte flach sein und ein quadratisches Aussehen vermitteln. Zwischen den Augen muss eine deutliche Furch mit einem eindeutigen, tiefen Stopp vorhanden sein. Der Kopf sollte gut bemuskelt sein mit vorspringenden Wangen. Ein übermäßig schmaler Kopf ist ein schwerer Fehler in beiden Typen.

Standard:

Generell eine kastige Form, die sich keilförmig nach vorne verjüngt, mit einem etwas flacheren Stopp und weniger Falten.

Bully:

Generell eine kastige bis runde Form, mit einem deutlicheren Stopp und mehr Falten.

Augen:

Die Augen sollten rund oder mandelförmig sein, von mittlerer Größe und weit auseinander gesetzt. Dunkelbraun ist bevorzugt, andere Farben sind akzeptiert, gelten aber als kosmetischer Fehler. Schwarzpigmentierte Augenränder sind bevorzugt, andere Farben sind akzeptiert, gelten aber als kosmetischer Fehler. Schielen oder unsymmetrische Augen gelten als schwerer Fehler. Eine sichtbare Nickhaut ist ein Fehler, der an der Ausprägung des Problems gemessen wird.

Fang:

Der Fang sollte relativ breit und quadratisch sein. Die Kiefer sind gut bemuskelt und zeigen große Kraft. Die Lefzen sind voll aber nicht hängend. Schwarzes Pigment auf den Lefzen wird bevorzugt, andere Farben werden akzeptiert, gelten aber als kosmetische Fehler. Ein  übermäßig schmaler Fang ist ein schwerer Fehler in beiden Typen. Ein krummer Kiefer (Wry Jaw) führt zur Disqualifikation bei beiden Typen.

Standard: Der Fang sollte 30% bis 40% der gesamten Länge des Kopfes betragen.

Bully: Der Fang sollte 25% bis 35% der gesamten Länge des Kopfes betragen.

Ein Fang, der länger oder kürzer ist als der Standard vorgibt, ist ein kleiner Fehler. Jegliche Arten an Atemproblemen die im Ring angezeigt werden, gelten als eine Disqualifikation. Der Hund kann aus dem Ring mit der entsprechenden Diskretion der Richter entlassen werden zur Gesundheit des Hundes.

Zähne:

Die Anzahl der Zähne sollte 42 betragen und sie sollten von mittlerer Größe sein. Kleine und/oder verschobene Zähne sind ein kleiner Fehler. Fehlende Zähne sind eine strukturelle Störung und werden bestraft. Arbeitshunde werden nicht für gebrochene Zähne bestraft. Sollte aus medizinischer Sicht die Entfernung von Zähnen erforderlich gewesen sein, so sind entsprechende Unterlagen vom ausführenden Tierarzt vorzulegen.

Gebiss:

Standard: Vorbiss (Rückschere) wird bevorzugt. Ein Scherengebiss oder ein gemäßigter Überbiss, bis ¼ inch (0,635cm) ist akzeptabel. Aufbiss (Zangengebiss) wird nicht bevorzugt.

Bully: Vorbiss bis ¼inch (0,635cm) wird bevorzugt. 1/8 (0,3175cm)  bis ½ (1,27cm) ist akzeptabel. Aufbiss ist ein schwerer Fehler. Scherengebiss gilt als Disqualifikation.

Beide Typen: Alles über dem geltenden Standard ist ein struktureller Fehler und wird, je nach Schweregrad bestraft werden. Die Zähne sollten nicht sichtbar sein, wenn das Maul geschlossen ist.

Nase:

Schwarz ist die bevorzugte Farbe, alle Schattierungen von rot und braun sind akzeptiert. Fehlende Pigmentierung gilt als kosmetischer Fehler.

Ohren:

Die Ohren sollten mittlere Größe haben und können sowohl als Hängeohr nach vorne oder als Rosenohr getragen werden. Kupierte Ohren gelten als kosmetischer Fehler, da sie kosmetisch geändert wurden und der Richter den natürlichen Zustand nicht bewerten kann.

** In Staaten wo das Kupieren nicht erlaubt ist, muss der Besitzer eine Attest des Tierarztes vorlegen, welcher das Kupieren vorgenommen hat.


Hals :

Der Hals sollte von mittlerer Länge sein, muskulös, etwas gewölbt und sich kegelförmig von den Schultern zum Kopf verjüngen.

Schultern:

Die Schultern sollten gut definierter Muskulatur ausgestattet sein, und breiten, schrägen Schulterblättern, welche einen Eindruck von großer Kraft geben.


Brust:

Die Brust sollte tief und moderat breit sein und den Eindruck von Kraft und Athletik vermitteln. Sie sollte ausbalanciert sein, nicht übermäßig schmal oder breit.

Körper:

Der Körper sollte gut ausbalanciert und kompakt sein, mit kraftvollem und athletischem Eindruck. Die Rippenbögen sollten gut gewölbt und die Lende moderat schlanker sein. Der Körper sollte nicht übermäßig lang sein.

Rücken:

Der Rücken sollte breit sein, große Kraft ausstrahlen, mit einer leichten Aufwölbung über der Lende. Der Rücken sollte nicht schmal oder weich sein.

Standard: Insgesamt gerader, mit mehr waagerecht ausgerichteter Rückenlinie

Bully: Insgesamt gerader, mit mehr waagerecht ausgerichteter Rückenlinie wird bevorzugt, etwas höher (Überbaut) in der Rücklinie ist annehmbar.

Läufe:

Vorderläufe: Die Vorderläufe sollten gerade sein, mit mittlerem bis schwerem Knochenbau. Die Sprunggelenke sollten kräftig und aufgerichtet sein. Schwache Sprunggelenke gelten als schwerer Fehler. Ellbogen die nach außen oder innen verdreht sind gelten vom kleinen Fehler bis hin zur Disqualifikation, je nach Schweregrad.

Hinterläufe: Die Hinterläufe sollten gut bemuskelt sein, mit mittlerer Winkelung und parallel stehen. Die Sprunggelenke sollten kräftig und aufgerichtet sein. Schwach Sprunggelenke gelten als schwerer Fehler. Kuhhessigkeit gilt je nach Schwere als kleiner Fehler bis hin zur Disqualifikation.

Hinterhand:

Die Hinterhand sollte nicht breiter als die Schultern sein, jedoch gut ausbalanciert, kräftig und muskulös.

Rute:

Die Rute ist tief angesetzt, kräftig an der Basis und spitzt sich zum Ende hin zu. Die Rute sollte in entspannter Position die Sprunggelenke erreichen können. Wird die Höhe des Sprunggelenkes nicht erreicht oder überschritten, so gilt dies als kleiner Fehler. Knickruten, Korkenzieherruten oder Ruten die am Ende in einem kompletten Ringel enden, gelten als kleiner Fehler. Kupiert Rutengelten als kleiner Fehler, da sie aus kosmetisch geändert wurden und der Richter den natürlichen Zustand nicht bewerten kann

** In Staaten wo das Kupieren nicht erlaubt ist, muss der Besitzer eine Attest des Tierarztes vorlegen, welcher das Kupieren vorgenommen hat.

Pfoten:

Die Pfoten sollten von mittlerer Größe sein. Die Zehen sollten gut gewölbt und geschlossen sein. Verkrümmte Zehen gelten als kleiner Fehler. Spreizpfoten gelten als kleiner bis großer Fehler, je nach Schweregrad.

Gangwerk:

Die amerikanische Bulldogge sollte sich weich mit Geschwindigkeit, Energie und Agilität bewegen. Es sollte kein Rollen oder Ungeschicktheit geben. Die Rückenlinie sollte das Niveau halten, während sich die Vorderläufe bewegen, die Hinterläufe treiben den Hund vorwärts. Bei Geschwindigkeitserhöhung, bewegen sich die Füße zur Mitte des Körpers für die Erhaltung der Balance. Die Hunde sollten nicht schaufeln, schreiten oder kurze Schritte zeigen. Überkreuzen der Vorderläufe und/oder Hinterläufe gilt als schwerer Fehler. Jeder Hund der Lahmheit zeigt, wird vom Ring, wegen der Gesundheit des Hundes, entlassen.
**Hunde, die wegen Fehlern disqualifiziert wurden, werden nicht aus dem Showring entfernt aber sie kommen nicht für eine Platzierung in Frage.

*Notiz:

Kastrierte Rüden oder Einhoder, taube Hunde und kastrierte Hündinnen sind im Showring nicht erlaubt. Hündinnen in der Hitze dürfen nicht ausgestellt werden und sich nicht in der Nähe des Showringes befinden.

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